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Home-Assistant-Backups automatisch auf dem NAS speichern

Veröffentlicht am 27. Juli 2026 · Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ein Backup nur auf demselben Gerät hilft wenig, wenn dessen Datenträger ausfällt. Home Assistant OS kann Sicherungen deshalb direkt auf einer SMB- oder NFS-Freigabe im Heimnetz ablegen. Danach erstellt Home Assistant regelmäßig verschlüsselte Backups und entfernt auf Wunsch alte Stände. Für Einrichtung und Test brauchst du etwa 15 Minuten. Grundlage ist die offizielle Home-Assistant-Dokumentation (Stand: 27. Juli 2026).

Voraussetzungen

  • Home Assistant OS mit Administratorzugriff
  • Ein NAS oder Server mit einer erreichbaren SMB- oder NFS-Freigabe
  • Ein eigener NAS-Benutzer mit Schreibrecht auf dieser Freigabe
  • Ausreichend freier Speicherplatz für mehrere vollständige Backups

1. Freigabe auf dem NAS vorbereiten

Lege auf dem NAS einen eigenen Ordner wie home-assistant-backup an. Erstelle einen separaten Benutzer, der nur für diesen Ordner Lese- und Schreibrechte besitzt. Notiere dir folgende Werte:

  • <nas-ip> – feste IP-Adresse oder lokaler Hostname des NAS
  • <freigabe> – Name der SMB-Freigabe oder Pfad des NFS-Exports
  • <nas-benutzer> – nur bei SMB erforderlich
  • das zugehörige NAS-Passwort – nur bei SMB erforderlich

Freigabe nicht öffentlich machen

Die Backup-Freigabe gehört ausschließlich ins Heimnetz. Richte dafür keine Router-Portfreigabe ein. Verwende für SMB einen eigenen Benutzer und niemals das Administrator-Konto des NAS.

2. Netzwerkspeicher in Home Assistant hinzufügen

Öffne in Home Assistant Einstellungen → System → Speicher und wähle Netzwerkspeicher hinzufügen. Trage einen eindeutigen Namen wie NAS-Backups ein und wähle bei Verwendung Backup.

Wähle anschließend das Protokoll:

  • Samba/Windows (CIFS): Server <nas-ip>, Freigabe <freigabe>, Benutzer <nas-benutzer> und das NAS-Passwort
  • NFS: Server <nas-ip> und unter Remote-Freigabe den vollständigen Exportpfad <freigabe>

Speichere die Verbindung. Home Assistant unterstützt bei CIFS nur Version 2.1 oder neuer. Aktiviere auf dem NAS deshalb kein veraltetes SMB1.

Verbindung schlägt fehl?

Prüfe zuerst IP-Adresse, Freigabename und Schreibrechte. Bei NFS muss die Home-Assistant-IP auf dem NAS für den Export erlaubt sein. Bei SMB sind Benutzername und Freigabename unterschiedliche Angaben.

3. Notfall-Kit herunterladen

Öffne Einstellungen → System → Backups und beginne mit Backups einrichten. Lade das angebotene Notfall-Kit herunter und bewahre es außerhalb von Home Assistant auf, zum Beispiel in deinem Passwortmanager oder auf einem verschlüsselten USB-Stick.

Notfall-Kit nicht verlieren

Aktuelle Home-Assistant-Backups sind verschlüsselt. Ohne die Wiederherstellungsdaten aus dem Notfall-Kit kann ein Backup im Ernstfall unbrauchbar sein. Speichere Kit und Backup nicht ausschließlich am selben Ort.

4. Automatische Backups festlegen

Lege im Einrichtungsdialog den Zeitplan fest. Für ein normales Smart Home ist ein tägliches Backup zu einer Zeit sinnvoll, zu der NAS und Home Assistant sicher laufen. Aktiviere außerdem ein Backup vor Updates.

Wähle NAS-Backups als Ziel aus und lege fest, wie viele Sicherungen Home Assistant behalten soll. Beginne beispielsweise mit sieben täglichen Backups und passe die Zahl später an deinen freien Speicherplatz an.

Falls das NAS nicht als Standardziel eingetragen wurde, öffne unter Einstellungen → System → Backups die Einstellungen und Historie, dann das Drei-Punkte-Menü und Standardziel ändern. Wähle dort NAS-Backups.

Zwei Speicherorte sind besser

Wenn genügend Platz vorhanden ist, behalte zusätzlich einzelne lokale oder heruntergeladene Sicherungen. Ein NAS schützt vor dem Ausfall des Home-Assistant-Datenträgers, aber nicht automatisch vor Bedienfehlern, Verschlüsselungstrojanern oder einem NAS-Ausfall.

5. Erstes Backup manuell erstellen

Wähle unter Einstellungen → System → Backups die Option zum Erstellen eines neuen Backups. Verwende einen eindeutigen Namen wie nas-test und wähle ein vollständiges Backup. Warte, bis der Vorgang ohne Fehlermeldung abgeschlossen ist.

Falls du das Terminal-&-SSH-App verwendest, kannst du vorhandene Sicherungen mit diesem Befehl auflisten:

ha backups list

Der Befehl wird im Home-Assistant-Terminal ausgeführt. Er enthält keine Platzhalter und verändert keine Daten.

6. Backup auf dem NAS kontrollieren

Öffne die Backup-Freigabe auf dem NAS und prüfe, ob dort eine neue .tar-Datei mit aktuellem Zeitstempel liegt. Kontrolliere danach in Home Assistant, ob das Backup in der Liste erscheint und als Ziel NAS-Backups angezeigt wird.

Lade für eine zusätzliche Prüfung einmal ein Backup über die Home-Assistant-Oberfläche auf deinen Computer herunter. Lösche weder diese Testdatei noch dein bisheriges lokales Backup, bevor du die Wiederherstellungsinformationen sicher abgelegt hast.

7. Rückweg und typische Fehler

Ist das NAS vorübergehend nicht erreichbar, ändere das Standardziel über Einstellungen → System → Backups → Einstellungen und Historie → Drei-Punkte-Menü → Standardziel ändern wieder auf den lokalen Speicher. Erstelle anschließend ein manuelles lokales Backup.

Typische Probleme sind:

  • Das NAS schläft zur geplanten Uhrzeit und nimmt keine Verbindung an.
  • Der Backup-Benutzer darf Dateien lesen, aber nicht neu anlegen.
  • Die Freigabe ist voll oder eine NAS-Speicherquote wurde erreicht.
  • Nach einer Änderung der NAS-IP zeigt Home Assistant noch auf die alte Adresse.

Ändere bei diesen Fehlern nicht sofort alte Backups. Stelle erst die Verbindung wieder her, führe ein neues Testbackup aus und kontrolliere dessen Größe und Zeitstempel.

Fertig

Home Assistant speichert seine Sicherungen nun regelmäßig außerhalb des eigenen Geräts auf dem NAS. Die Einrichtung ist erfolgreich, wenn ein manuell erstelltes Backup sowohl in Home Assistant als auch als aktuelle .tar-Datei auf der NAS-Freigabe sichtbar ist.