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IT-Tools mit Docker im Heimnetz bereitstellen

Veröffentlicht am 22. August 2026 · Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

IT-Tools bündelt viele kleine Helfer in einer Weboberfläche, zum Beispiel für JSON, UUIDs, Hashwerte, Zeitstempel, Netzwerke und Docker-Befehle. Statt dafür ständig fremde Webseiten aufzurufen, betreibst du die Werkzeugsammlung auf deinem eigenen Server. Die Einrichtung dauert ungefähr 10 Minuten.

Voraussetzungen

  • Ein Server mit Docker und Docker Compose
  • Ein freier TCP-Port 8080
  • Die IP-Adresse des Docker-Servers
  • Zugriff auf die Kommandozeile des Servers

1. Projektordner anlegen

Führe diesen Befehl auf dem Docker-Server aus. Er erstellt einen eigenen Ordner und wechselt hinein:

mkdir -p ~/it-tools && cd ~/it-tools

2. Compose-Datei anlegen

Lege im Ordner ~/it-tools eine Datei namens compose.yaml mit diesem Inhalt an:

services:
  it-tools:
    image: corentinth/it-tools:latest
    container_name: it-tools
    restart: unless-stopped
    ports:
      - "8080:80"

Der Host-Port 8080 wird an den Webserver im Container weitergeleitet. IT-Tools benötigt für den normalen Betrieb weder eine Datenbank noch ein Daten-Volume.

3. Container starten

Starte IT-Tools im Projektordner:

docker compose up -d

Prüfe anschließend den Status:

docker compose ps

Bei einem Startfehler zeigen die letzten Protokollzeilen meist die Ursache:

docker compose logs --tail=50 it-tools

4. Oberfläche öffnen und testen

Rufe im Browser http://<server-ip>:8080 auf. Ersetze <server-ip> durch die IP-Adresse deines Docker-Servers, zum Beispiel 192.168.178.20.

Öffne als einfachen Funktionstest den UUID Generator und erzeuge eine neue UUID. Danach kannst du die Suche verwenden, um Werkzeuge wie JSON Beautify, Hash text oder den Docker run to Docker Compose converter zu finden.

Keine Anmeldung eingebaut

Die Anwendung besitzt keine eigene Benutzerverwaltung. Stelle Port 8080 nicht direkt ins Internet. Für einen Zugriff von unterwegs eignen sich ein VPN oder ein Reverse Proxy mit vorgeschalteter Anmeldung und HTTPS.

5. Zugriff auf das Heimnetz begrenzen

Wenn der Docker-Server mehrere Netzwerkschnittstellen besitzt, kannst du den Port nur an seine Heimnetz-IP binden. Ersetze <server-ip> in der Compose-Datei durch die feste IP des Servers:

ports:
  - "<server-ip>:8080:80"

Starte den Container nach der Änderung neu:

docker compose up -d

Mit Geheimnissen vorsichtig bleiben

Eine selbst gehostete Werkzeugseite reduziert die Weitergabe an fremde Webseiten, ersetzt aber keine sichere Arbeitsumgebung. Füge keine produktiven Passwörter, privaten Schlüssel oder API-Schlüssel ein, wenn andere Personen auf den Server oder deinen Browser zugreifen können.

6. Backup und Rückweg

Da IT-Tools keine eigenen Nutzdaten auf dem Server speichert, reicht eine Sicherung der Compose-Datei. Führe diesen Befehl im Projektordner aus:

cp compose.yaml compose.yaml.backup

Zum vollständigen Abschalten entfernst du den Container und sein Netzwerk:

docker compose down

Deine übrigen Docker-Dienste bleiben davon unberührt. Falls du die Installation später wiederherstellen möchtest, kopierst du compose.yaml.backup zurück und startest den Dienst erneut.

7. Aktualisieren

Lade zuerst das aktuelle Image:

docker compose pull

Erstelle den Container anschließend mit dem neuen Image neu:

docker compose up -d

Prüfe danach erneut den UUID-Generator und ein weiteres häufig verwendetes Werkzeug.

8. Typische Fehler beheben

  • Port 8080 ist bereits belegt: Ändere links in "8080:80" den Host-Port, zum Beispiel auf 8082.
  • Die Seite lädt nicht: Prüfe mit docker compose ps, ob der Container läuft, und kontrolliere die lokale Firewall.
  • Zugriff über die Server-IP scheitert: Prüfe, ob du den Port versehentlich an eine andere Netzwerkschnittstelle gebunden hast.
  • Nach dem Update fehlen persönliche Einstellungen: Browser-Einstellungen können lokal im jeweiligen Browser gespeichert sein und gehören nicht zum Docker-Backup.

9. Quellen und Videos

Fertig

IT-Tools ist nun unter http://<server-ip>:8080 im Heimnetz erreichbar. Erzeuge eine UUID und formatiere testweise ein kleines JSON-Dokument. Funktionieren beide Werkzeuge, ist die Installation einsatzbereit.