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Uptime Kuma per Docker installieren

Veröffentlicht am 26. Juli 2026 · Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Mit Uptime Kuma siehst du auf einen Blick, ob Home Assistant, AdGuard Home, dein NAS oder andere Dienste erreichbar sind. Das Programm prüft die eingetragenen Adressen regelmäßig und kann dich bei einem Ausfall benachrichtigen. Die Einrichtung dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten.

Stand 26. Juli 2026 verwendet die offizielle Docker-Anleitung für die stabile Hauptversion das Image louislam/uptime-kuma:2.

Voraussetzungen

  • Ein Server mit Docker und Docker Compose (NAS, Mini-PC, Raspberry Pi)
  • Eine feste IP-Adresse für den Server
  • Der Port 3001 (TCP) im Heimnetz frei
  • Lokaler Speicher für die Daten – kein NFS-Netzlaufwerk

1. Arbeitsordner anlegen

Öffne ein Terminal auf deinem Docker-Server und lege einen eigenen Ordner für Uptime Kuma an:

mkdir -p ~/uptime-kuma
cd ~/uptime-kuma

Der erste Befehl erstellt den Ordner uptime-kuma in deinem Benutzerverzeichnis. Der zweite Befehl wechselt direkt hinein. Alle weiteren Befehle dieser Anleitung führst du in diesem Ordner aus.

2. Compose-Datei erstellen

Lege im Ordner ~/uptime-kuma eine Datei mit dem Namen compose.yaml an:

services:
  uptime-kuma:
    image: louislam/uptime-kuma:2
    container_name: uptime-kuma
    restart: unless-stopped
    ports:
      - "3001:3001"
    volumes:
      - ./data:/app/data

Der Port 3001 stellt die Web-Oberfläche im Heimnetz bereit. Im Unterordner data speichert Uptime Kuma Benutzer, Monitore, Statusverläufe und Einstellungen. Dadurch bleiben deine Daten erhalten, wenn der Container neu erstellt wird.

Kein NFS für den Datenordner

Uptime Kuma unterstützt für /app/data kein NFS-Netzlaufwerk. Lass den Ordner ./data auf einer lokalen SSD, Festplatte oder Speicherkarte des Docker-Servers. Den später erstellten Sicherungsstand kannst du anschließend auf dein NAS kopieren.

3. Container starten

Lade das Image und starte Uptime Kuma im Hintergrund:

docker compose up -d

Prüfe danach, ob der Container läuft:

docker compose ps

In der Spalte STATUS sollte Up stehen. Falls der Container nicht startet, zeigen die letzten Protokollzeilen meistens schon die Ursache:

docker compose logs --tail=50

Port 3001 schon belegt?

Meldet Docker einen Fehler wie address already in use, verwendet bereits ein anderer Dienst den Port 3001. Ändere dann in der compose.yaml nur die linke Zahl, zum Beispiel auf "3002:3001". Die Web-Oberfläche erreichst du anschließend über Port 3002.

4. Benutzerkonto einrichten

Öffne auf einem Computer im gleichen Heimnetz diese Adresse:

http://<server-ip>:3001

Ersetze <server-ip> durch die feste IP-Adresse deines Docker-Servers, zum Beispiel 192.168.178.50. Wenn du in Schritt 3 den Host-Port auf 3002 geändert hast, verwendest du entsprechend http://<server-ip>:3002.

Beim ersten Aufruf legst du den Administrator-Benutzer und ein starkes Passwort an. Aktiviere danach in den Kontoeinstellungen die Zwei-Faktor-Authentifizierung und bewahre die Wiederherstellungscodes sicher auf.

Nicht per Portfreigabe ins Internet stellen

Leite Port 3001 nicht im Router ins Internet weiter. Für einen Zugriff von unterwegs verwendest du besser ein VPN wie WireGuard oder Tailscale. Hinter einem Reverse Proxy solltest du zusätzlich HTTPS und eine Zugriffskontrolle einrichten.

5. Ersten Dienst überwachen

Klicke in Uptime Kuma auf Neuer Monitor und wähle für eine Web-Oberfläche den Typ HTTP(s). Trage bei URL die Adresse des Dienstes ein:

http://<dienst-ip>:<port>

Ersetze <dienst-ip> durch die IP-Adresse des Geräts und <port> durch den Port der Web-Oberfläche. Für Home Assistant könnte die Adresse zum Beispiel http://192.168.178.60:8123 lauten.

Wähle zunächst ein Prüfintervall von 60 Sekunden und speichere den Monitor. Nach kurzer Zeit sollte er im Dashboard grün erscheinen.

Router und Geräte ohne Web-Oberfläche prüfen

Für einen Router, Drucker oder Sensor-Gateway kannst du den Monitortyp Ping verwenden. Dort trägst du nur die lokale IP-Adresse ein. Ein fehlgeschlagener Ping bedeutet allerdings nicht immer einen Ausfall: Manche Geräte blockieren Ping-Anfragen absichtlich.

6. Benachrichtigung testen

Öffne Einstellungen → Benachrichtigungen, wähle deinen gewünschten Dienst und trage dort die erforderlichen Zugangsdaten ein. Verwende anschließend die eingebaute Testfunktion, bevor du die Benachrichtigung einem Monitor zuordnest.

Zugangsdaten schützen

API-Schlüssel, Webhook-Adressen und SMTP-Passwörter gehören nur in die Uptime-Kuma-Oberfläche. Schreibe sie nicht in die compose.yaml, in Screenshots oder in öffentlich erreichbare Anleitungen.

7. Sicherung und Wiederherstellung

Beende Uptime Kuma kurz, damit während der Sicherung keine Daten verändert werden:

docker compose stop

Erstelle anschließend ein komprimiertes Archiv aus der Compose-Datei und dem Datenordner:

tar -czf ../uptime-kuma-backup-$(date +%F).tar.gz compose.yaml data

Das Archiv liegt danach eine Ebene über dem Arbeitsordner und trägt das aktuelle Datum im Dateinamen. Starte Uptime Kuma anschließend wieder:

docker compose start

Kopiere das fertige Archiv regelmäßig auf ein anderes Gerät. Eine Sicherung auf derselben Festplatte schützt nicht vor einem Laufwerksausfall.

Für eine Wiederherstellung wechselst du in ~/uptime-kuma, stoppst den Container und bewahrst den aktuellen Datenordner zunächst als Rückweg auf:

docker compose down
mv data data-vor-wiederherstellung
tar -xzf ../uptime-kuma-backup-<datum>.tar.gz
docker compose up -d

Ersetze <datum> durch das Datum im Namen deiner Sicherungsdatei, zum Beispiel 2026-07-26. Falls die Wiederherstellung nicht funktioniert, entfernst du den neu entpackten Ordner data und benennst data-vor-wiederherstellung wieder in data um.

8. Uptime Kuma aktualisieren

Erstelle vor jedem Update eine Sicherung wie in Schritt 7. Lade danach das aktuelle Image der verwendeten Hauptversion:

docker compose pull

Erstelle den Container mit dem neuen Image neu:

docker compose up -d

Prüfe zum Schluss Status und Protokoll:

docker compose ps
docker compose logs --tail=50

Fertig

Uptime Kuma überwacht jetzt deine ersten Dienste im Heimnetz. Öffne testweise einen überwachten Dienst für ein paar Minuten nicht oder stoppe dessen Container. Der Monitor sollte rot werden und – falls eingerichtet – eine Benachrichtigung auslösen. Starte den Dienst danach wieder und prüfe, ob der Monitor auf Grün zurückwechselt.